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8/23/2017 : 8:19 am : +0200

Trachtenmoden



Die ersten Trachtenmoden entstanden Ende des 15. Jahrhunderts.Früher konnte man anhand der Trachtenmoden folgendes über den Träger erfahren:

 

  • aus welcher Region die Tracht stammt

  • aus welchem Dorf der Träger / die Trägerin stammt

  • die augenblicklichen wirtschaftlichen Verhältnisse

  • die soziale Stellung innerhalb der Dorfgemeinschaft

  • den Personenstand (ledig, verheiratet, verwitwet, verwitwet und heiratswillig)

  • die Trauerstufe (Voll-, Halb-, Vierteltrauer, Freudenzeit)

  • den Anlass (Abendmahl, sonntäglicher Kirchgang, gewöhnlicher Sonntag, Hochzeit, Kommunion, Konfirmation, etc.)

 

Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass es sich bei der Tracht um ein recht kompliziertes Thema handelt. Die Verwirrung wird sich nicht aufklären, wenn man bedenkt, dass die Tracht keine Uniform mit unverrückbaren Strukturen war. Sie folgte ihren eigenen Modegesetzen. Es gab also zu jeder Zeit "unfeine" Trachtenstücke, die man nicht mehr tragen konnte, ohne in den Ruf einer finanziellen Schwäche zu kommen.

Nur noch in wenigen Regionen Deutschlands haben sich Trachten in ihrer ursprünglichen Form erhalten doch werden sie dort auch noch heute im alltäglichen Leben getragen. Dies ist, um nur ein Beispiel zu nennen, im Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) der Fall. Dort trifft man noch eine durchgängige Trachtentradition an, auch wenn sich die im Aussterben begriffene Tracht in ihrem Endstadium gegenüber ihrer Ursprungsform eher bescheiden ausnimmt.

Die heutigen Trachtenmoden die man zumeißt auf Volksfesten findet sind den Jäger- und Wandertrachtenmoden nachempfunden. Diese haben aber nicht mehr allzuviel mit den ursprünglichen Trachtenmoden gemeinsam

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